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Glyphosat verblödet

Glyphosat verblödet. Ich habe es irgendwie schon immer geahnt.

Jetzt habe ich den wissenschaftlichen Beweis.

Stellt sich nun die Frage, wer verblödet. Giftspritzer oder  Konsumenten. Die Antwort lautet: beide. Wobei man es dem Konsumenten nachsehen muss. Er weiß nichts davon, wenn er sich nicht sachkundig macht und das ist ja nicht so einfach. Insofern bin ich richtig stolz, mich schlau gelesen zu haben.

Fangen wir mit meinem ersten Informanten an. Es ist Martin Kössler, Weinhändler aus Nürnberg, Ingenieur, Chemiker und Physiker. Er schreibt unter anderem (Text leicht moderiert):

Die unaufhaltsame Verdichtung durch intensiven Glyphosat-Einsatz zerstört das Bodenleben. Weil dadurch auch die wertvollen Mykorrhiza-Kulturen am Wurzelsystem nachweislich zerstört werden, ist die lebenswichtige Versorgung mit Spurenelementen und Nährstoffen nicht mehr gewährleistet, es kommt zu Nährstoffmangel in den Bodenfrüchten, es muss gedüngt werden, der Teufelskreis setzt sich in Gang. Die Wahrheit ist grausam draußen auf den Feldern. Sie will aber niemand sehen. Sie geht zwar auf Kosten der Umwelt, der Allgemeinheit (Grundwasser, Erosion etc…) und der Gesundheit der Landwirte, doch wen schert das. „

Da haben wir es schon einmal: „Gesundheit der Landwirte“. Er meint die Giftspritzer.

Durch die Konventionelle Agrarchemie und deren katastrophale Auswirkungen auf die Allgemeinheit wird die konventionelle Land- und Weinwirtschaft schon bald heftiger als bisher unter Beschuss geraten. Noch wehren sich die Bauern- und Winzerverbände. Doch ihre Argumente sind dürftig. Dass es so etwas wie konventionellen Weinbau überhaupt noch gibt, ist nur mit Inkompetenz, Faulheit, Ignoranz und/oder Gier zu erklären.“

https://www.elfleins-frankenschau.de/verlogene-weinwelt/k%C3%B6sslers-kolumne/

Ein klares Wort, finde ich.

Davon, dass Glyphosat auch dämlich macht, sagt Kössler nichts. Aber immerhin: mangelnde Gesundheit liegt auch an der Ernährung.

 

In der FAZ ist in diesen Tagen ein Artikel von Jakob Strebel Y Serra erschienen und da kann man es deutlich herauslesen.

https://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/kuechen-koeche/ernaehrung-und-evolution-wer-kocht-wird-klug-17193044.html?

Seit Jahrmillionen gehen Ernährung und Evolution Hand in Hand. So hat erst gutes Essen unser Gehirn wachsen lassen. Doch jetzt scheint es wieder zu schrumpfen – und daran sind wir selbst schuld.

Das Gehirn macht nur zweieinhalb Prozent des Körpergewichts aus, frisst aber zwanzig Prozent des täglichen Energiebedarfs. Erst als es unsren Vorfahren gelang, diesen enormen Appetit zu stillen, konnte das Gehirn wachsen und aus dem Homo habilis der Homo sapiens werden.

Der entscheidende Faktor als Energielieferant aber war das Fleisch. Schon der aasfressende Homo habilis behaute vor 2,7 Millionen Jahren die ersten Steinwerkzeuge, um die Fleischreste von den Knochen abzuschaben, die Löwen und Hyänen bei ihren Schlachtfesten übrig ließen. Sein Nachfolger, der Homo erectus, war ein versierter Jäger, erlegte Mammuts, baute Fallen, schnitzte sich Wurfspeere mit den Flugeigenschaften moderner Wettkampfspeere und lernte, das Feuer zu beherrschen. Dadurch wurde das Fleisch leichter verdaulich und länger haltbar.

Europäer sind innerhalb eines halben Jahrhunderts allein dank guter Kost um fünfzehn Zentimeter gewachsen. Heute ist ein achtzehnjähriges Mädchen aus Köln siebzehn Zentimeter größer als eine Gleichaltrige aus Kalkutta. Seit etwa 1980 ist allerdings Schluss mit dem Wachstum – sehr wahrscheinlich deswegen, weil unsere Ernährung immer ungesunder wird. Und schlimmer noch: Auch unsere Gehirne scheinen seit einiger Zeit zu schrumpfen und sich in Richtung Homo habilis zurückzuentwickeln.

Es gibt unzweifelhaft einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Gesundheit unseres Gehirns und der Güte unserer Ernährung, denn das Hirn ist zwingend auf einen konstanten Nachschub mit guten Nährstoffen angewiesen. Mangelernährung führt vor allem bei Heranwachsenden zu Konzentrationsmängeln, Hyperaktivität, Depression und Aggression. Dennoch nimmt es die industrielle Landwirtschaft in Kauf, ihre Erträge mit Kunstdünger, Herbiziden oder Pestiziden ohne Rücksicht auf Verluste zu steigern. Dadurch gehen massiv Nährstoffe verloren, die das Gehirn dringend braucht, etwa Eisen oder Omega-3-Fettsäuren.

Das ist nur ein Auszug. Es lohnt, den ganzen Text zu lesen.

Es reizt jemand wie mich natürlich, diese Erkenntnisse zu kommentieren. Versuche dabei, die Begriffe „dämlich“ zu vermeiden.

Herr Strobel leitet also ab, dass der Mensch auf dem Wege ist, sich vom Homo sapiens zum Homo erectus und weiter zum Homo habilis zurück zu entwickeln. Wenn ich das mit meiner schwindenden Hirnmasse – vermutlich Stand Homo habilis – richtig verstanden habe.

Also vom weisen, gescheiten, klugen, und vernünftigen Menschenaffen über den Jäger und Feuermacher aus Neandertal zurück zum Aasfresser und Knochenschaber.

Schaue ich mir diese Merkmale genauer an, erkenne ich schon einige Mitmenschen, die glyphosatmäßig in eine dieser Kategorien einzuordnen sind. Wenn ich Schäufele oder Schweinshaxe esse, muss ich selber ganz schön den Habilisten imitieren.

Schaue ich mich weiter um, muss ich schlauerweise den Namen bekannter Persönlichkeiten verschweigen. Könnte negative Folgen haben. Insofern kann ich mich wieder unter den Sapiens finden und da fällt mir wirklich ein Stein vom Herzen. Wenn ich so auf meinen Speiseplan schaue und zur Kenntnis nehme, kulinarische Artikel schreiben zu können, habe ich ein Glücksgefühl, da packt mich die Euphorie.

Es würde es mich aber wirklich interessieren, wie gewisse Leute, Giftspritzer, Bayer-Aktionäre und Manager, Glyphosat-Verlängerungspolitiker und -Politikerinnen, Aufsichtsräte und Weinköniginnen in welche Schrumpfgehirn-Kategorie eingeordnet werden müssen.

Im Vertrauen, eigentlich weiß ich es, kann es aber wirklich nicht sagen.

Heinz Elflein

18.02.2021

Ganz kann ich es aber nicht lassen, weil ich manchmal etwas gemein zu dämlichen Leuten bin. Hat sich da doch vor etlichen Monaten ein Winzer einen Ruck gegeben und einem Käseblatt am Main ein Interview aufgedrängt. Er musste unbedingt in die Welt posaunen, warum er Glyphosat für unschädlich hält. Habe seine Argumente auf  www.elfleins-frankenschau.de   demontiert. Damals wusste ich die Sache mit dem Gehirnschwund noch nicht. Es gibt aber auch einen ehemaligen Minister, immer noch Bundestagsabgeordnen und neuerdings-Aufsichtsrat, da wo es Geld bringt, der von sich gegeben hat, Glyphosat sei unschädlich, wenn man es richtig anwendet. Der Mann kann nur ein Sapiens sein.

Also, wenn mir jemand nur einen kleinen Vermögensvorteil verschafft, fange ich auch an zu überlegen, selbst wenn ich dafür in die Pseudochristliche Partei eintreten müsste. Kann mich dann ja auch mit einer Weinkönigin unterhalten, ihr tief in die Augen schauen und fragen, wie sie es gemacht hat.

Kommentar von Frankenhood

Ausgehend vom Sein, also der Frage „Bin ich ein Homo habilis ?“ oder Habilist, denke ich, bin ich wohl keiner, denn ich habe nicht habilitiert, bin also nicht professoral, wie es heutzutage so viele sind, wage es also nicht den vielen Homo sapiens sapiensis, irgendeine Belehrung angedeihen zu lassen. „Was bin ich denn?“ schon eher ein „Nichtsein“, einer der nichts weiß, der somit nichts darf, also einer der wegen der schleichenden, obigkeitsgeförderten Glyphosatisierung vom Homo sapiens intelligenzis zum Homo sapiens imbezilus umgearbeitet wurde und nunmehr als hoffnungstragender Filius Homo erectus ausfällt. Fragt sich, wie einst bei Shakespeares Hamlet, wer ist schuld an dieser Les Miserables? Klar doch, mein ganz mir eigenes „ich“, wenn ich den Freud von Sigmund richtig verstanden habe, der doch glaubte, das „Überich“ übertrifft das“Kindich“ mitsamt dem „Elternich“ und lässt vermuten, dass schon deshalb der Mensch kein Vernunft gesteuertes Wesen mehr ist. Woher dieser Freud doch damals schon die Segnungen des Roundup kannte, ganze zu schweigen vom Shakespeare mit seiner Seinsfrage!
Ich denke meine Uroma, die Gute, die wusste Bescheid. Die sagte immer „Bauch frisst Hirn“. Wenn unser Homo sapiens Hirn mangels Mikorrkiza an der Wurzel zerfressen ist, dann kommt das glyphosatis promoted by Christiansis Schmidteridiotis übers Hirn in unseren Bauch. Genau das ist ist die grausame Wahrheit: Junk Food based by Glyphosat macht und fit for Future, weil sie uns in die Vergangenheit führt, als in die Idiotie! Ach so, ja doch, deshalb schreitet die Ausbreitung des Homo demenziensis voran. Welch ein Wahnsinn!
Aber aufgepasst! Es kann auch nur Theorie sein: Verschwörungstheorie als Bauchgefühl!

Email von Linda Haßold, Weinhof am Nußbaum:

Lieber Herr Elflein,

vielen Dank für die Informationen, einschließlich der beeindruckenden Bildbeispiele und Ihr Engagement.
Bleibt nur zu hoffen, dass es bei all den gedankenlosen Verbrauchern und auch Kollegen ankommt. Gut wenn jemand "von Außen" darauf aufmerksam macht.
Viele Weintrinker haben leider wenig Ahnung, was in den Weinbergen abgeht und wollen es vielleicht auch gar nicht so genau wissen.
Ein Volksbegehren ist dagegen schnell mal unterschrieben und das ökologische Gewissen wieder beruhigt.
Viele konventionelle Winzer und Landwirte haben Angst vor Veränderung und protestieren gegen Auflagen und Verbote (aber anders geht es wohl nicht), anstatt sich aktiv für gesunde Umwelt und Lebensmittel einzusetzen.
Es gibt doch inzwischen genug gute und langjährige Beispiele von Biobetrieben, dass es auch anders (z. B. ohne Herbizide) geht.
Wir haben dieses Jahr Jubiläum - 30 Jahre Bio! Wahrlich ein Grund zur Freude.

Mit den besten Grüßen
Linda Haßold

23.02.2021